Die Templer, mit vollem Namen Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosalemitanis ( Arme
Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem) waren ein katholischer Ritterorden.
Hatte man eben noch die Einnahme Jerusalems gefeiert, ergaben sich aus eben diesem Sieg nun neue
Schwierigkeiten. Zahlreiche Kreuzfahrer hatten sich wieder in Ihre Heimatländer begeben und es gestaltete sich
aufgrund des daraus entstehenden Mangels an Kämpfern zunehmend schwieriger die eroberten Gebiete zu halten,
geschweige denn die Pilgerwege zu sichern.
Diese Problematik erkannte auch ein Veteran des 1. Kreuzzuges und Vasall des Grafen Hugo von der Champagne,
Hugues de Payens. Als Initialereignis für die Gründung des Ordens gilt ein Überfall der Sarazenen Ostern 1119 auf
eine Gruppe von etwa 700 Pilger die das Jordantal auf dem Weg von Jaffa nach Jerusalem durchquerten. Etwa die
Hälfte kam dabei ums Leben und zahlreiche Pilger in sarazenische Gefangenschaft. Unter dem Eindruck dieses
Angriffs tat sich Hugues mit 8 weiteren Rittern zusammen. Diese Gruppe folgte fortan dem Ruf der evangelischen
Räte zu Armut, Keuschkeit und Gehorsam und setzte sich darüber hinaus das Ziel des Schutzes der Pilger.
Zur Zeit der Ordensgründung, irgendwann zwischen 1118 und 1121, war der Kampf im Namen Gottes bereits ein
alter Zopf. Zündstoff hingegen beinhaltete die Vermischung zweier Stände, die des Mönches und des Ritters. Diese
unerhörte Neuerung sollte im gesamten Existenszeitraum des Templerordens immer wieder glühende Befürworter
und schärfste Kritiker auf den Plan treten lassen.
Als Stützpunkt für ihre Aufgabe erhielten die Templer von König Balduin II. einen Teil des königlichen Palastes der
sich auf dem Boden befand auf dem zuvor der alte Tempel Salomons gestanden hatte. Daher leitet sich auch der
Name der Ritterschaft ab.
Wird noch ergänzt